In seiner Rolle als Head of Business Intelligence hat Yaron Lirase Leisersohn nicht nur das Wachstum von CLIQ vorangetrieben, sondern entscheidend geprägt. Yaron ist ein engagierter Mitarbeiter für DE&I und ein stolzes Mitglied der LGBTQIA+-Community.

Er setzt sich aktiv für deren Sichtbarkeit im Berufsumfeld ein und arbeitet an der Schaffung einer Umgebung, in der sich alle Menschen individuell entfalten können. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen widmet sich Yaron auch kreativen Hobbys wie Töpfern und Metallverarbeitung und hegt eine besondere Zuneigung zum Meer. Dieser Mix von beruflicher Leidenschaft und persönlichen Interessen zeichnet das Bild einer Führungspersönlichkeit, die mit Präzision agiert.

Wir haben uns mit ihm zusammengesetzt, um mehr über ihn und seinen beruflichen Werdegang zu erfahren.

Hi Yaron! Was wolltest du als Kind werden?

Ich hatte nie einen bestimmten Berufswunsch, wie zum Beispiel Astronaut zu werden, aber ich war schon immer begeistert, kreativ mit meinen Händen zu arbeiten. Als ich meinem Schulabschluss näherkam, ist dann der Wunsch in mir entstanden, für mein Studium oder Arbeit ins Ausland zu gehen.

Was ist deine größte Stärke und was deine größte Schwäche?

Meine größte Stärke ist es zweifellos, kreative Lösungen für Probleme zu finden. Als ich bei CLIQ begann, waren unsere Berichtssysteme sehr eingeschränkt und konnten jeweils nur ein oder zwei festgelegte KPIs darstellen. Mit etwas kreativem ‘Hacking’ habe ich es geschafft, das System flexibler und ansprechender zu gestalten und so die Auswahl der gewünschten KPIs über ein Dropdown-Menü zu ermöglichen – eine damals revolutionäre Idee. Was meine Schwäche angeht, so trage ich mein Herz auf der Zunge. Meine Emotionen, ob Freude oder Enttäuschung, sind deutlich erkennbar.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?

Ich beginne meinen Tag im Office, begrüße alle Kolleg:innen und starte dann mit einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser – Multitasking ist ein Muss. Anschließend setze ich mich an meinen Schreibtisch. Kein Tag gleicht dem anderen; sie sind gefüllt mit eigenen Aufgaben und der Unterstützung meines Teams. Das bedeutet oft Planung und Priorisierung, aber ebenso oft auch Brainstorming und das Entwickeln kreativer Lösungen. Gerade diese kollaborativen Prozesse im Bereich Business Intelligence schätze ich besonders und sie tragen maßgeblich zu unserem Erfolg bei.

Was war deine größte Herausforderung, die du bisher bewältigt hast?

Mein Coming-out als homosexuell war eine meiner größten persönlichen Herausforderungen. Es war ein Schritt ins Unbekannte, aber man muss diesen Sprung wagen und das Beste hoffen. Rückblickend war ich sehr privilegiert, denn ich konnte auf das Verständnis und die Unterstützung von Familie und Freund:innen zählen. Seitdem lebe und arbeite ich offen und bin sichtbar, was mir ungemein wichtig ist.

Wie definierst du Erfolg?

Erfolg ist für mich das, was wir in der Business-Intelligence-Abteilung bei CLIQ erreicht haben. Wir sind zu einem wesentlichen Faktor im Unternehmen geworden, der nicht nur die alltäglichen Entscheidungsprozesse, sondern auch die langfristige strategische Ausrichtung unterstützt. In vielen Firmen sind BI-Abteilungen vorhanden, aber nur selten sind sie ein so integraler Bestandteil und treibende Kraft des Unternehmenserfolgs. Selbst externe BI-Dienstleister, die uns ihre Dienste anbieten wollen, sind oft beeindruckt von unseren Leistungen und finden, dass sie von uns lernen können.

Welche persönlichen Herausforderungen oder Chancen siehst du für Führungskräfte im Bereich Business Intelligence in unserer Industrie?

Die sorgfältige Auswahl von BI-Technologien und -Methoden stellt sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar. Das Angebot ist vielfältig und voller Modewörter. Hier ist es entscheidend, sich nicht vom allgemeinen Hype mitreißen zu lassen und eine kritische Auswahl zu treffen. Zum Glück haben Dienstleistungen im Bereich BI und Cloud viele Herausforderungen, wie Datenbankwartung, Performance-Probleme und Skalierbarkeit, bereits gelöst.

Dadurch können wir uns mehr auf die strategische Umsetzung konzentrieren. Meine Empfehlung ist, neue Technologien zunächst in Projekten mit niedrigerer Priorität zu testen. So kann man Innovationen ausprobieren, ohne unter dem Druck zu stehen, zum alten Arbeitsmodell zurückzukehren, um Projekte schnell abzuschließen.

Wann hast du zuletzt deine Meinung über etwas Wichtiges geändert?

Ich fälle Entscheidungen auf Grundlage einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt und dessen möglichen Folgen, nicht basierend auf Intuition. Dadurch kann es schwieriger sein, mich zu überzeugen, aber wenn es jemand schafft, dann aufgrund einer überzeugenden Argumentation, die durch Beweise oder Fallbeispiele gestützt wird. So habe ich meine Einstellung zum Thema Cloud-Managed-Services geändert, von denen wir heute umfassend profitieren.

Was macht dich wirklich glücklich?

Im Berufsleben macht mich eine Tätigkeit glücklich, die ich gerne ausübe und ein Team, mit dem ich gerne zusammenarbeite. Dies ist der Grund, warum ich schon so lange bei CLIQ bin. Im Privaten finde ich Glück in „Quality Time“ mit meinem Partner, besonders am Strand oder in der Nähe des Wassers, wo ich schwimmen, schnorcheln oder tauchen kann.

Wie stellst du dir einen gewöhnlichen Montag in 5 Jahren vor?

„KI, bitte gib mir die neuesten BI-Einsichten, die sonst menschliche Aufmerksamkeit erfordern, und optimiere bitte den Rest. Oh, und vergiss meinen Kaffee bitte nicht!“