Female Leadership ist zunehmend in den Mittelpunkt von Diskussionen über Diversity, Inklusion und Unternehmensführung gerückt. Unternehmen und Gesellschaften erkennen die einzigartigen Perspektiven und Stärken, die Frauen in Führungspositionen einbringen. Es wird immer mehr darüber gesprochen, wie Frauen in Führungspositionen besser unterstützt werden können, um sicherzustellen, dass sie auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung vertreten sind.
In diesem Kontext sprechen wir mit Nathalie Nijhuis-Lam, einer erfolgreichen Führungspersönlichkeit mit Expertise in Brandmarketing. Nathalie besetzt Schlüsselpositionen als Mitglied des Aufsichtsrats bei CLIQ und als ESG Brand Marketing Lead sowie Leiterin des Marken-Sponsorings bei Philips. Ihre umfangreiche Erfahrung umfasst die Arbeit mit renommierten Marken wie Red Bull, Heineken, Philips, KLM, Transavia, Rijksmuseum, SNS Bank und verschiedenen Organisationen im TV-, Versicherungs- und Finanzsektor. Nathalies Anerkennung in den „de Kleurrijke 50“ als eine der einflussreichen Persons of Colour in der Marketingbranche unterstreicht ihre Wirkung.
In diesem Artikel teilt sie mit uns ihre Ansichten zu Female Leadership, ihren beruflichen Werdegang, die Herausforderungen, denen sie begegnet ist, und die Erkenntnisse, die sie auf ihrem Weg gewonnen hat.
Hallo Nathalie! Wie hast du deinen Karrieregweg als weibliche Führungskraft navigiert, um deine aktuelle Position zu erreichen, und auf was musstest du dich, besonders im Vergleich zu deinen männlichen Kollegen, besonders fokussieren?
Ich habe nicht absichtlich einen bestimmten Kurs für meine Karriere festgelegt; ich habe immer meiner Leidenschaft gefolgt. Erfolg kommt natürlich, wenn man seiner Leidenschaft folgt und seine inhärenten Stärken nutzt. Es ist wesentlich, mögliche Vorurteile gegen Frauen in ihren Karrierebestrebungen zu erkennen. Menschen tendieren dazu, mehr Hindernisse für Frauenkarrieren zu sehen. Sind Frauen beispielsweise bereit, so viel Energie in ihre Arbeit zu investieren, sobald sie möglicherweise eine Familie bekommen oder können sie den Einsatz bewältigen, der erforderlich ist, wenn man in seiner Position wächst? Das ist leider heute immer noch Thema.
Welchen Rat würdest du jungen Frauen geben, die gerade ihre Karriere beginnen?
Mein Rat ist, sich mit jemandem zu connecten, der euch in eurer zukünftigen Karriere inspiriert; durch Support und Mentorenschaft. Erkundigt euch nach Möglichkeiten zur Selbstbildung, idealen Karrierefortschritte gibt es generell eher in den Unternehmen, welche mit deinen eigenen Aspirationen übereinstimmen. Zögert nicht, mit anderen Frauen zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.
Kannst du uns von einer spezifischen Herausforderung erzählen, die du als weibliche Führungskraft hattest, aber überwinden konntest?
Die Balance zwischen den Rollen als Mutter, Partnerin, Kollegin, Freundin und Familienmitglied zu halten, ist herausfordernd; Perfektion ist unerreichbar. Akzeptiert Unvollkommenheit, sucht euch Support und zieht bei Bedarf die Beratung durch einen Business Coach in Betracht.

Wie sollten Unternehmen den Ansatz zu Mentorschaft und Förderung für Frauen gestalten und welche Schritte sollten unternommen werden, um sicherzustellen, dass Frauen auf allen Ebenen, einschließlich Führungspositionen, vertreten sind?
Ein inklusiver Arbeitsplatz hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Firma die Gesellschaft auf allen Ebenen widerspiegelt, und das unterstützt durch Daten und Research. Die Integration von Mentorenschaft beim Onboarding und für das interne Führungswachstum ist hilfreich. Und die Ermunterung von Einzelpersonen, Mentor:in zu werden!
Was, denkst du, sind einzigartige Stärken, die Frauen in Führungspositionen einbringen können?
Ganz klar: Vermeidet, sich eng auf Geschlechterstereotype zu konzentrieren; jede:r besitzt einzigartige Stärken und das ist toll. Erkennt und feiert stattdessen vielfältige Stärken im Team-Setup!



