Der Internationale Frauentag widmet sich der Schaffung von Arbeitsplätzen, die Inklusivität leben, wo das berufliche Wachstum von Frauen gefördert und ihre Erfolge anerkannt werden. Er erinnert uns daran, weiterhin für Geschlechtergleichheit zu kämpfen.
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März haben wir Gespräche mit fünf weiblichen Führungskräften in unserer Firma gesprochen, um wertvolle Karriereeinblicke zu gewinnen, die sie rückblickend gerne ihrem jüngeren Selbst mit auf den Weg gegeben hätten. Sophie Siekmann, Shinta Pratiknyo, Jenny Baerveldt, Annabel Vloeimans und Kristina Carerra haben von der Motivation, aktiv das eigene berufliche Fortkommen zu gestalten, über das Wertschätzen des aktuellen Moments bis hin zur positiven Umdeutung von Herausforderungen in Möglichkeiten, wertvolle Lebens- und Karrierelektionen mit uns geteilt, die sie ihrem jüngeren Selbst mitgeben würden. Viel Spaß beim Lesen!

Jenny Baerveldt, Human Resources Director
Ich würde mir vermutlich raten, dass es nicht darauf ankommt, etwas Bestimmtes zu werden, sondern vielmehr darauf, die Schönheit sowie die schwierigen Unvollkommenheiten zu akzeptieren, wenn man sich selbst im Spiegel anschaut.
Und ich würde hinzufügen, dass es völlig okay ist, sich mal nicht okay zu fühlen. Davon abgesehen würde ich nichts aus der Vergangenheit ändern. Vielleicht hätte ich netter zu mir selbst sein können, aber alle Kämpfe und Freuden haben mich dorthin gebracht, wo ich jetzt bin. Ich lebe nach dem Motto „Höre nie auf zu lernen.“ – ich gehe meinen Weg und ich liebe ihn.

Shinta Pratiknyo, Operations and Growth Manager
Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte, wäre dies der Karriererat, den ich meinem jüngeren Ich geben würde:
1 – Lerne immer wieder neue Dinge: Halte den Funken der Neugier am Leben und höre niemals auf zu lernen. Die Welt ist dein Klassenzimmer, und jede Erfahrung ist eine Lektion, die darauf wartet, gelernt zu werden.
2 – Finde eine:n Mentor:in: Suche nach Mentor:innen, die dich auf deinem Weg begleiten können, egal woher sie kommen. Ihre Ratschläge und Weisheiten können Türen öffnen, Perspektiven bieten und dir helfen, die Wendungen deiner Karrierereise zu navigieren. Denke daran, es später auch weiterzugeben und ein:e Mentor:in für andere zu sein.
3 – Verlasse deine Komfortzone: Komfortzonen sind gemütlich, aber auch der Ort, an dem Träume sich in die Winterruhe begeben. Fordere dich selbst heraus, das Vertraute zu verlassen, sei es durch eine neue Rolle, Organisationen oder neue Fähigkeiten lernen. Wachstum findet statt, wenn wir es wagen, uns unwohl zu fühlen.
4 – Risiko und Scheitern annehmen: Risikobereitschaft ist der Herzschlag des Fortschritts. Lass dich nicht von der Angst vor dem Scheitern zurückhalten; betrachte es stattdessen als Sprungbrett zum Erfolg. Der Weg mag turbulent sein, aber jede Rückschlag ist eine Chance zu lernen, sich anzupassen und stärker hervorzugehen.
5 – Hab Spaß, bei dem, was du tust: Suche nach Arbeit, die deine Leidenschaft entfacht und mit deinen Werten übereinstimmt. Oft findest du vielleicht nicht den perfekten Job, aber wenn du genauer hinschaust, wird es bestimmt Aspekte deiner Arbeit geben, die dich begeistern. Leg den Fokus auf diese Bereiche und verfeinere deine Kompetenzen, um aus den Dingen, die dir Freude bereiten, deine Berufung zu formen.
6 – Arbeit definiert nicht, wer du bist: Denke daran, dass Arbeit nicht deine Identität ist und nicht definiert, wer du bist. Natürlich ist es ist großartig, deine Arbeit zu mögen und stolz auf deine Arbeit zu sein, aber denke immer daran, dass du viel mehr bist als das. Das Leben hat viele Facetten, und Arbeit ist nur eine davon. Achte darauf, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu bewahren. Also, jüngeres Ich, konzentriere dich auf die Lichtblicke, umarme das Abenteuer und vor allem, habe Spaß auf dem Weg!
So, younger me, focus on the bright spots, embrace the adventure, and above all, have fun along the way!

Sophie Siekmann, Global Communications Director
Mein Karriererat an mein jüngeres Ich, aber auch an jede andere junge Frau, ist, immer mutig genug zu sein, sich zu äußern und seine eigene Meinung zu kommunizieren. Ganz egal, mit wem man spricht. Empowerment beginnt mit dem Mut, seine Stimme zu erheben. Meiner Erfahrung nach ist es für Frauen karrieretechnisch ein entscheidendes Instrument, Präsenz zu zeigen! Damit kann man Veränderungen vorantreiben, nicht nur für sich selbst, sondern auch für sein Unternehmen.

Kristina Carerra, Operations and Growth Manager
Ich würde ihr nahelegen, sich weniger über den Weg zum Erfolg Gedanken zu machen und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, Freude am Hier und Jetzt zu finden. Ich würde sie ermutigen, jede Herausforderung willkommen zu heißen und jede Abweichung, jede Wendung, jeden Aufstieg oder Abstieg in ihrer Karriere zu schätzen – weil das die Elemente sind, die sie formen und kräftigen werden, und zur der Person machen werden, die sie heute ist! Ich würde meinem jüngeren Ich erklären, dass ihre Herkunft nicht so wichtig ist, wie sie vielleicht annimmt, besonders nicht aus der Sicht anderer. Es wird letztlich nicht ausschlaggebend sein, welche Universität sie besucht, welche Kurse sie belegt oder welche Zusatzqualifikationen sie bekommen hat; weil sie vor allem für ihre Arbeitsbereitschaft, ihre unermüdliche Wissbegierde und ihre Leidenschaft Anerkennung finden wird.
Aber der entscheidendste Ratschlag, den ich meinem jüngeren Ich erteilen würde, wäre, dass ein Unterschied zwischen bloßem Existieren und wirklichem Leben, Florieren besteht – und dieser Unterschied manchmal so fein ist, dass die beiden leicht verwechselt werden können. Ich würde sie ermutigen zu verstehen, dass ein zufriedenes Existieren zwar befriedigend sein kann, einen glücklichen Alltag darstellt und einen klaren Weg vorgibt, doch das wahre Wachstum und Veränderung beim Florieren stattfinden, wo sie wirklich Spuren hinterlassen wird. Ich würde meinem jüngeren Ich sagen, dass Florieren mehr bedeutet als nur ein Gehalt oder eine Auszeichnung; es bedeutet, die innere Leidenschaft mit der Welt zu teilen. Und sie wird wissen, dass sie floriert, wenn sie das erreicht hat, was sie als Gipfel des Erfolgs ansieht, und dennoch weiterhin hungrig bleibt – nicht aus Gier, sondern weil sie weiß, dass ihr Weg noch nicht zu Ende ist und noch viel Großartiges auf sie wartet.

Annabel Vloeimans, Head of Legal
Ich würde meinem jüngeren Ich folgenden Rat geben: Hab keine Angst, laut auszusprechen, was du brauchst und willst. Männer tun es die ganze Zeit ;-).



