Auch dieses ja hat unser CEO Luc Voncken gemeinsam mit seinen Kolleg:innen Benjamin (Licensing Director) und Senta (Senior Licensing Manager) wieder an der MIPCOM Cannes teilgenommen. Die MIPCOM versteht sich als weltweit größte Versammlung von Film-, TV- und Entertainment-Experten, bietet unzählige Möglichkeiten für Networking und ebnet den Weg für (neue) interessante Business-Beziehungen. Dabei im Fokus: spannender Content und die neuesten Unterhaltungstrends! Wir trinken einen Kaffee mit Luc und erfahren, wie so ein Besuch in der Regel abläuft und warum die Teilnahme meist mit schmerzenden Füßen endet.
Hi Luc! Du hast mit deinem Licensing-Team auch dieses Jahr wieder am Content Marketplace MIPCOM teilgenommen. Wie viel Vorbereitungszeit ist dafür nötig?
Wie bei jedem Messebesuch ist auch bei der MIPCOM eine gute und vor allem frühzeitige Vorbereitung Trumpf. Unser Licensing Team hat bereits lange im Vorfeld, genauer gesagt im August, begonnen, den Terminplan für Cannes zu bauen. Nur dann ist gewährleistet, dass alle Terminanfragen und -wünsche auch umgesetzt werden können. In Summe haben wir über 50 Termine an 3 Tagen bewältigt, rekordverdächtig!
Wie läuft so ein Businesstrip generell ab?
Im Vergleich zu vielen „konventionellen“ Messen, findet ein Großteil der Termine bei der MIPCOM auch außerhalb der eigentlichen Event-Location, dem Palais, statt. Man trifft sich in umliegenden Cafés, Bars, Strandclubs oder in Hotel-Suiten. Für uns bedeutet das sprichwörtlich: Laufen bis die Socken qualmen. Im Durchschnitt haben wir als „Einkäufer“ (Buyer) über 10 km pro Tag zurückgelegt.
Zum Mittagessen trifft man sich mit guten Geschäftspartnern, am Nachmittag geht das übliche Wechselspiel weiter: Palais, Cafe, Palais, Hotellobby, Palais usw. bis dann kurz vor Messeschluss Aussteller zu sogenannten „Standparties“ einladen, die wiederum eine hervorragende Gelegenheit zum Networking bieten. Abschluss eines erfolgreichen Messetages bildet schließlich das Dinner mit Geschäftspartnern.
In den Terminen selbst steht das Thema Content primär im Fokus. Als Einkäufer erläutern wir den Content-Anbietern unsere Anforderungen, die uns wiederum ihre verfügbaren Programme vorstellen. Nach der MIPCOM bestimmen dann die Follow-ups den Tagesablauf. Wir erhalten Screener und Verfügbarkeitslisten (sog. „Avails“) geschickt, die unser Licensing und Programming Team für potenzielle Deals evaluieren.
Was waren die diesjährigen Highlights der Mipcom und wie nutzt CLIQ solche Trends für sich?
Bereits bei der kleinen Schwester der Mipcom, der MipTV im April, beobachteten wir FAST als weiterhin aktuelles Trendthema. Der Boom der „Free-Ad-Supported Streaming TV“-Channels hält an, immer mehr lineare Kanäle sowie AVOD-Plattformen stürmen den Markt. Die Folge: ein für den Kunden schwer durchschaubares Gewirr an kostenlosen Content-Angeboten, deren Monetarisierungs-Erfolg in den Sternen steht. Was aber schon jetzt klar ist: eine Marktkonsolidierung dürfte nur eine Frage der Zeit sein.
Für CLIQ ergibt sich aus dem Überangebot eine äußerst interessante Konstellation: die Vielzahl an thematischen (Nischen)-Kanälen kann eine Bereicherung für unsere Plattformen darstellen und neue Zielgruppenansprachen erlauben.
Darüber hinaus konnten wir eine direkte Auswirkung des Autorenstreiks in Hollywood auf das Angebot neuer Inhalte bemerken. Für die großen Streamer, deren Strategie vorwiegend auf Originals aufbaut, dürfte 2024 und darüber hinaus herausfordernd werden. Eine Chance für CLIQ hingegen, da unsere Content-Strategie primär auf lizensierten Katalogtiteln beruht und wir im Marketing nicht von exklusiven „Leuchtturm“-Titeln abhängig sind.
[BLOCK;identifier=a-coffee-with-luc-edition-seven-gallery]


